Modellflug

Ergebnisse 2017


Ergebnisliste F5J Wettbewerb MV Kulmbach vom 25.06.2017


Ergebnisliste F5J Wettbewerb MBC Fürth vom 15.06.2017


Ergebnisse 2016


Ergebnisliste F5J Wettbewerb MFG Weilheim vom 10.09.2016


Ergebnisliste F5J Wettbewerb Nürnberg vom 10.07.2016


Ergebnisliste F5J Wettbewerb MV Kulmbach vom 03.07.2016


Ergebnisliste F5J Wettbewerb Aero Club Coburg vom 19.06.2016


Berichte


Deutsche Meisterschaft F5J 2017

Am 15./16.7.2017 hatte die DJK Karbach / Modellflug zum Wettbewerb F5J eingeladen, um den Deutschen Meister zu finden. Das hervorragende Modellfluggelände des Vereins mit ausgiebiger Campingmöglichkeit ließ keine Wünsche offen. Die Helfer des Vereins hatten für alle Belange ein offenes Ohr. Allen voran Spartenleiter des DJK und DAeC-Fachreferent Peter Deivel steuerte alle Abläufe mit sehr viel Feingefühl und Fachkenntnis.

Die Anreise vieler Piloten erfolgte schon am Freitag. Viele kamen mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil. Es entstand eine kleine Stadt, die viele Gruppen zu Gesprächen am Abend zusammenbrachte.

Die Begutachtung des Geländes mit seinen vielen Hecken und Baumgruppen, sowie der recht große Geländeabfall nach SW gab am Vorabend schon vielen Gründe sich taktische Flugabläufe zurechtzulegen. Während der 2 Flugtage waren oft auch Hangflugeinlagen dabei.

 

Der Wettbewerb wurde pünktlich am Samstagmorgen mit einem Briefing begonnen. Als Änderung im Ablauf wurde der Wegfall des Zugangskorridors und Vorbereitung der nächsten Startergruppe in der Ready-Box festgelegt. Im Nachhinein von allen dankbar als praktikable Lösung beurteilt, insbesondere, weil sich dadurch wenige Personen auf dem Flugfeld aufhielten und Strafpunkte wegen niedriger Überflüge unnötig wurden. Die stichprobenartigen Kontrollen der Modelle auf Einhaltung aller Regeln wurde anfangs skeptisch gesehen, dann aber als sinnvoll und kaum störend akzeptiert. Es waren 69 Piloten angetreten, davon 5 Jugendliche, die in den 2 Tagen 7 komplette Durchgänge und 3 Runden Flyoff fliegen konnten. Meist volle Zeiten verlangten von den Piloten gute Landungen um entsprechend Punkte zu sammeln. Entscheidend waren dann auch die Ausschalthöhen des Motors, die teilweise bei unter 20 Metern lagen.

Das Flyoff wurde mit 10 Piloten in 3 Runden geflogen und daraus die Gewinner der Deutschen Meisterschaft ermittelt.

Hierbei war der letzte Flug des späteren Gewinners, Thomas Rößner, besonders auffallend. Mit 14 Metern Ausschalthöhe des Motors flog er zusammen mit 3

Piloten über das Plateau Richtung Tal im SW. Alle verloren deutlich an Höhe. Eigentlich schon unter Starthöhe gelang es Thomas Rößner nach mehr als 1 Minute als einziger eine kräftige Thermik zu finden und in gute Höhe zu steigen, was ihm letztlich auch den Sieg brachte.

Der zügige Ablauf, dank der gut vorbereiteten Helfer und der Disziplin der teilnehmenden Piloten, ermöglichte eine frühe Siegerehrung gegen 15 Uhr.

Sieger Senioren:
1.    Platz:    Thomas Rösner
2.    Platz:    Claus Scholz
3.    Platz:    Bernhard Klar
Sieger Jugend:
1.    Platz:    Jan-Niclas Weiss
2.    Platz:    Friedrich Tharandt
3.    PLatz:    Anna Schütz

Der Bürgermeister Bertram Werrlein und der Vorsitzende der DJK Karbach Constatin Frings waren offensichtlich angenehm überrascht von dem Umfang und dem ruhigen Ablauf des WB und drückten dies auch deutlich bei der Siegerehrung und Verabschiedung aus.

Text: Helmut Bauer

Bilder: Gabi Kislat und Wolfgang Keil

Den vollständigen Bericht finden Sie hier als PDF zum Download.


F5J Einsteiger und Experten in Kulmbach am 25.6.17

Samstag ab 14 Uhr wurde ein abgewandeltes Programm für Einsteiger in die Klasse F5J (Elektrosegelflug) angeboten. Ein kräftiger Wind forderte bei den 23 Piloten manche Außenlandung.
Es wurde eine Rahmenzeit vorgegeben, die das Starterfeld (je 8 Piloten) in aller Ruhe in die Luft gehen ließ. Ein Massenstart und –landung konnte somit entschärft werden.
Die Ausschalthöhe des Motors wurde auf 120 Meter festgelegt, was für alle Piloten bis zu dieser Ausschalthöhe ins gleiche Wertungsfenster brachte.
Die Landerichtung wurde freigegeben, damit bei Landungen immer gegen den Wind gelandet werden konnte.
Es nahmen 20 Piloten am WB teil, größtenteils alte Hasen, die den WB gerne als Training mitmachten, aber auch einige neue Piloten nahmen das Angebot gerne an.

Es konnte sich Klaus Bungeroth, Peter Deivel und Georg Körner die ersten Plätze sichern. Auch 2 Jugendliche waren dabei, Friedrich Tharandt und Johannes Stöhr bekamen je einen Pokal.
Vielen Dank für die Bilder an: www.modellflugfoto.de/Galerie.htm

Am Sonntag war das Wetter den Teilnehmenden wohl gesonnen, der Wind vom Samstag hatte sich gelegt, ideale Bedingungen und trocken. 33 Piloten gingen an den Start.
Der Wind war wieder SW bei 3-4 m/s, was dennoch sehr anspruchsvoll war um von der kleinen Anhöhe im Rückraum wieder zum Landepunkt zurückzukommen.

Das Wettbewerbsgelände war sehr einfach aufgebaut. Es waren nur die 8 Landepunkte mit den Meßleinen ausgelegt, die gleichzeitig auch als Startstelle dienten. Der Gruppenwechsel (Vorbereitung in der Readybox) verlief entspannt und gemütlich, eine Zeit von Landung der Vorgruppe bis Start der neuen Gruppe lag bei durchschnittlich 3 Minuten.

Der organisatorische Rahmen ließ 5 Vorrunden und 2 Flyoff zu. Trotzdem konnte bereits um 16 Uhr die Siegehrung durch den geladenen Landrat Klaus-Peter Söllner persönlich vorgenommen werden.
Sieger wurde Bernhard Klar vor Karl Hinsch und Klaus Bungeroth. In der Jugend bekamen Friedrich Tharandt und Johannes Stöhr je einen Pokal.

Zusammenfassend war in Kulmbach mal wieder für alle ein Angebot vorhanden. Die wechselnden Winde stellten hohe Ansprüche an die Piloten.

Auch für 2018 wird wohl wieder ein internationales Teilnehmerfeld nach Kulmbach finden und in der aufstrebenden Klasse F5J beste Voraussetzungen vorfinden.
Das Team Kulmbach ist gut vorbereitet!

Den vollständigen Bericht gibt es hier als PDF zum Download.


Die World-Cup Runde 2017 F5J

Nichts für Langschläfer!
F5J World Cup in Kulmbach am 13. und 14. Mai

Samstagmorgen, 7:45 Uhr Piloten Briefing, 8:00 Uhr Start der ersten Wertungsflüge. So stand es auf der Ausschreibung für den ersten deutschen F5J World Cup in diesem Jahr in Kulmbach.

Die Bemühungen von Wettbewerbsleiter Helmut Bauer, diesen sehr ambitionierten Wettbewerbsbeginn einzuhalten, waren zwar nur teilweise von Erfolg gekrönt, aber nach einer ausführlichen Pilotenbesprechung, vor allem zu den von der Aufsichtsbehörde gemachten Auflagen zur Mindesthöhe über den Sicherheitsbereichen, begann der Wettbewerb mit 56 Teilnehmern dann doch halbwegs pünktlich gegen 08:20 Uhr.

World Cups sind Wettbewerbe die, wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllen, bei der FAI angemeldet werden können und die dann zur weltweiten Jahresrunde dieser Klasse gewertet werden. Teilnehmen kann jeder Pilot mit einer gültigen FAI-Lizenz.
Die F5J Wettbewerbe in Deutschland haben im Moment allgemein einen großen Zulauf. In diesem Jahr gibt es in Deutschland vier F5J World Cups und die deutsche Meisterschaft als 2-tägige Veranstaltungen. Diese zählen als Qualifikationswettbewerbe für die Nationalmannschaft und schon kurz nach Öffnung der Anmeldung waren die Meldelisten voll.
Diese 5 Wettbewerbe werden jeweils als gemeinsame Wettbewerbe von DMFV und DAeC veranstaltet. Das ist eine gute Entwicklung im Sinne der Piloten und die Zusammenarbeit in sportlicher Hinsicht verläuft vertrauensvoll und reibungslos.

Über die 2-tägigen Veranstaltungen hinaus gibt es eine Vielzahl von eintägigen Wettbewerben und regionalen Serien, die sich auch sehr gut für Wettbewerbseinsteiger, Jugendliche oder Piloten mit kleinerem Modellbaubudget eignen.
Informationen und Termine finden sich auf den F5J Webseiten von DAeC (http://www.modellflug-im-daec.de/leistungssport/elektrosegelflug/f5j) und DMFV (https://www.dmfv.aero/category/termine/sportreferate/f5j/) .
Dort sind jeweils auch Bildergalerien und Videos zu den Wettbewerben verlinkt.

Während viele Segler-Wettbewerbsklassen mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen haben, ist erfreulicherweise bei F5J die gegenteilige Entwicklung zu beobachten. Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen:

·         Das Training ist ohne großen Aufwand möglich.
Für F5J braucht man keine Mannschaft und nicht viel Platz. Man kann in aller Ruhe und ganz alleine auf einer kleinen Wiese jederzeit trainieren.

·         Kein großes Budget nötig.
Für den Einstieg reicht ein beliebiger Elektrosegler den fast jeder Modellbauer in seinem Hangar hat. Der fürs F5J-Fliegen nötige Höhenlogger ist nicht teuer. Bei den kleineren Wettbewerben kann man durchaus mit Elapor-Seglern um einen Platz im ersten Drittel kämpfen. Mit den inzwischen verfügbaren Holzbaukästen für F5J Segler kann man die Freuden das klassischen Holzbaus mit ausgezeichneten Flugleistungen kombinieren.
Ambitionierte Piloten fliegen extrem leichte Segler mit 3 bis 4 Metern Spannweite in Schalenbauweise.

·         Große Differenzierung in den Wertungspunkten.
Während manch andere Seglerklassen nur noch reine Landewettbewerbe sind, steht bei F5J das Thermikfliegen im Vordergrund. Jeder Pilot entscheidet selbst, in welcher Ausgangshöhe er seinen 10 Minütigen Flug beginnt. Die Gesamtbewertung eines Fluges ergibt sich aus der Ausgangshöhe, der Flugzeit und den Landepunkten. Bei F5J ist es gelungen, dieses drei Komponenten sehr gerecht auszubalancieren. Der Pilot kann eine Vielzahl von taktischen Entscheidungen treffen. Das Ergebnis ist immer fair und spiegelt die Leistung des Piloten wieder. Durch das gruppenbezogene Fliegen sind die Wettbewerbe auch für die Zuschauer gut nachzuvollziehen und spannend mit anzusehen.

·         Wettbewerbe sind auch auf kleinen Plätzen möglich
Durch den Verzicht auf Winde und Hochstartgummi ist die Austragung eines Wettbewerbes auch auf kleinen Fluggeländen möglich.

·         Entspannte Stimmung in der F5J Gemeinde
Während bei den Flügen verbissen um jede Sekunde Flugzeit und jeden Landepunkt gekämpft wird, ist die Stimmung unter den Piloten abseits des Flugfeldes entspannt und freundschaftlich. Hilfsbereitschaft untereinander ist selbstverständlich. Wer als Neuling oder alleine zu einem Wettbewerb kommt, findet immer einen erfahrenen Piloten, der sich als Helfer zur Verfügung stellt.
Unsere jugendlichen Piloten erfahren große Wertschätzung und Unterstützung. Sie können in vielen Fällen problemlos mit den Senioren mithalten. Bei manchen Wettbewerben gibt es eigene Junioren Fly-Offs


All dies trägt zum Erfolg dieser schönen Wettbewerbsklasse bei.

Aber jetzt zurück zu unserem Wettbewerb in Kulmbach:

Das Wetter war den Vormittag über eine Kombination aus Sonne und Wolken mit wenig Grundwind. Genau das Wetter, das sich Thermiksegler-Piloten wünschen. Da sich anfangs noch keine stabile Thermikentwicklung erkennen ließ, wurden von den Piloten meist mittlere Ausgangshöhen zwischen 100 und 200 Metern gewählt. Der eine oder andere flog allerdings auch in dieser frühen Phase des Wettbewerbes die volle Zeit aus Höhen von weniger als 80 Metern.
Das Gelände in Kulmbach ist abwechslungsreich und groß, steigt aber Richtung Nordosten zu einer kleinen Hügelkette hin an. Dies ließ beim vorherrschenden Wind zwar die Aussicht auf kleine Ablösungen am Hang vermuten, allerdings musste dann beim Rückflug zum Platz gegen den Wind noch genug Sicherheitshöhe über einer querenden Hochspannungsleitung eingeplant werden.
Durch die Sicherheitsauflagen des Luftamtes für den Zuschauerbereich und den Zufahrtsweg und ein zu meidendes Kiebitzbrutgebiet in der Nähe des Landefeldes, war die Planung des Flugweges äußerst anspruchsvoll. Die Wettbewerbsleitung hatte anfangs alle Hände voll zu tun, die Piloten zur Einhaltung aller Auflagen zu ermahnen.
Im Laufe des Tages wurde die thermische Situation verlässlicher und die Piloten wählten immer niedrigere Anfangshöhen. Aus unter 40 Metern Abschalthöhe wurden volle 10 Minuten geflogen. Zwischendurch ergaben sich Phasen großräumigen Sinkens und nicht in jeder Gruppe konnte die volle Rahmenzeit ausgeschöpft werden. Auch gelegentliche Außenlandungen waren zu verzeichnen.
Die Piloten waren aufmerksam und diszipliniert und standen jeweils immer zu Beginn ihrer Rahmenzeit bereit. So konnte zügig Runde um Runde geflogen werden. Im Laufe des Vormittags kam es bei einem Teilnehmer zu Problemen mit der Zeitmessung, so daß die ganze Gruppe einen Reflight fliegen musste. Da sich am Horizont schon eine kleine Gewitterzelle abzeichnete, wurde auf die Mittagspause verzichtet, so daß beim Eintreffen des Regen- und Hagelschauers um 14 Uhr, schon 4 komplette Vorrunden geflogen waren. Die 2 Stunden schlechten Wetters wurden gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Gemeinschaftszelt "abgefeiert". danach klarte es wieder auf und es konnten bis zum Abend noch einmal 2 komplette Vorrunden geflogen werden. Hierbei kam es zur einzigen Berührung zweier Flugzeuge in der Luft. Eine weitere ReFlight Gruppe war die Folge und beschloss den ersten Tag des Wettbewerbes. Nachdem wir schon so gut voran gekommen waren, ließ uns die Wettbewerbsleitung am Sonntag etwas länger schlafen und verlegte den Beginn auf von 8:00 Uhr auf 9:00 Uhr. Bei Gyros und Lagerfeuer klang der Abend gemütlich aus.

Pünktlich um 9:00 Uhr am Sonntag ging es weiter und es wurden bis 12 Uhr noch zwei weitere komplette Vorrunden geflogen. Die Wetterverhältnisse waren ähnlich wie am Vortag. Die guten Piloten flogen die volle Zeit aus Höhen von 80 bis 100 Metern. Vereinzelt sogar nur 60 Meter.

Um 12 Uhr standen die 10 Teilnehmer des Fly Offs fest und um 12:30 Uhr  begann der erste der von zwei Durchgängen.
Hier wurde nun richtig hoch gepokert. Die volle Zeit wurde bei beiden Durchgängen aus 30 Metern Ausgangshöhe geflogen. Sehr optimistische Ausschalthöhen von 19 oder sogar nur 8 Metern führten nicht zum Erfolg.
Gewonnen hat bei den Senioren Sebastian Feigl, den zweiten Platz belegte Andre Ziegler und der dritte Platz ging an Hermann Haas.
Bei den Junioren gewann Jan-Niclas Weiss vor Michael Kreß und Friedrich Tharandt.

Die Siegerehrung wurde für den Luftsportverband Bayern von Helmut Bauer und für den DMFV vom Gebietsbeauftragten Gunar Hollmann vorgenommen.

Die Firmen Hoellein, Schambeck und Graupner spendeten Sachpreise und Gutscheine für die Helfer und Zeitnehmer. Die Firma Servorahmen stellte ihre innovative Rahmenzeitanzeige mit Ansage zur Verfügung, die maßgeblich zum flüssigen Wettbewerbsablauf beigetragen hat.
Der Dank der Piloten gilt den Helfern, den Zeitnehmern, der Wettbewerbsleitung, dem ausrichtenden Verein, der uns wieder hervorragend bewirtet und gastfreundlich aufgenommen hat und allen Firmen, die diese gelungene Veranstaltung unterstützt haben.

Die nächsten F5J World Cups warten schon: Brüggen/Schwalmtal am 10. und 11.6 , Osnabrück Mitte Juni und Weilheim im September.


Text von Peter Deivel
Fotos von Gabriele Kislat

 

Hier findet Ihr den Bericht als PDF mit den Bildern.