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Bayerisches Jugendvergleichsfliegen 2017

Bayerisches Jugendvergleichsfliegen in Grabfeld

Das bayerische Jugendvergleichsfliegen begann ruhig. Die Bamberger zogen als erstes auf, kurz danach kamen die Regenwolken. Als dann die Piloten zu den ersten Einweisungsstarts aufstiegen dachte man kurzzeitig mal an IFR-Segelflug. Jedoch bedachte der Regen nur die einzige weibliche Teilnehmerin, so dass die Herren unter wesentlich einfacheren Bedingungen die Einweisungsstarts durchführen konnten.

Die beiden Fluglehrer bewiesen große Ausdauer und führten bis in die bürgerliche Dämmerung die Starts durch. Am nächsten Morgen war wider Erwarten das Wetter doch frühzeitig fliegbar. Die letzten Einweisungsstarts wurden vollzogen, anschließend folgte das Briefing für den ersten Wertungsdurchgang. Die Jury wollte zehn Rollübungen sehen, ein sauberer Start und Slip im Endanflug waren quasi selbstverständlich. Bereits bei besagtem sauberen Start zeigten die Piloten größere Variationen von selbigem: Vom flachen rausschleichen bis hin zum wilden Raketenstart war alles dabei. Die meisten Slips sahen gut aus, jedoch wurde so manches Landefeld überschwebt.

Im zweiten Durchgang verlangte die Jury eine hochgezogene Fahrtkurve nach links und im letzten Durchgang waren ein Rechts- sowie Linkskreis mit dementsprechendem Kreiswechsel gefordert. Alle Piloten stellten sich den Herausforderungen und zeigten der Jury ihre Interpretationen von 45 Grad Querneigung und einer betonten Horizontalen vor dem Hochziehen.
Die Jury arbeitete unter erschwerten Bedingungen, da ein doch starker Wind den Wertungsrichtern um die Ohren und Beine pfiff. Neben Decken half da nur Kinderpunsch.

Hatte es zu Beginn des Tages doch noch Zweifel an der Durchführbarkeit gegeben, waren diese gegen 17.30 Uhr komplett verflogen. Alle Wertungsflüge waren geflogen. Die Flieger, von denen eine enorme Bandbreite abgedeckt wurde (von ASK 13 über Astir bis hin zur DG100) befanden sich teilweise schon wieder in den Hängern und die Teilnehmer konnten sich in einer wunderbar beheizten Halle aufwärmen und auf den Theorietest vorbereiten. Nachdem mit dem Stück Papier und seinen Fragen gerungen worden war, gab es das verdiente Abendessen, welches einen entspannten letzten Abend einleitete.

Am nächsten Morgen ging es zügig zur Siegerehrung, begleitet vom Bürgermeister von Saal sowie dem stellvertretenden Landrat. Das Teilnehmerfeld war schlussendlich in zwei Gruppen unterteilt. Die Plätze 17 bis 4 sowie 3 bis 1. In den Gruppen entschieden teilweise nur halbe Punkte über die Platzierung. Der Preis für die beste weibliche Teilnehmerin ging nach Bamberg an die einzige weibliche Teilnehmerin auf Rang 10, die lang angereisten Agathazeller nahmen Platz 4 und die Rote Laterne mit nach Hause, das Berichtschreiben fiel an einen der beiden Schwabacher am beliebten 13. Rang und alle bekamen eine Tasche voller nützlicher Dinge. Wer die Idee hatte, Abklebeband mit hineinzutun verdient eine eigene Medaille.

Die Gastgeber aus Saal zeigten sich als streberhaft und sicherten sich die vordersten Plätze auf dem Podium und da sie bereits viel Erfahrung beim Ausrichten des bayerischen Vergleichsfliegens haben, werden sie es sich auch nächstes Jahr nicht nehmen lassen wieder Gastgeber zu sein.

An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an alle Fluglehrer, Helfer, Winden- und Lepofahrer. Ein ganz großes Dankeschön geht an das Orgateam aus Saal mit all seinen fleißigen Helfern, die eine hervorragende Versorgungsleistung gebracht haben und sogar die Mahlzeiten komplett selber gekocht haben.

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner und auf ein schönes Jugendvergleichsfliegen 2018 in . Vielen Dank für dieses tolle Wochenende!

Bericht: Milo Drozynski
Fliegervereinigung Schwabach