Modellflug

Ergebnisse 2019



Ergebnisliste F5J Wettbewerb MBC Fürth vom 22.06.2019


Ergebnisse 2018


Ergebnisliste F5J Wettbewerb AeC Coburg vom 30.09.2018


Ergebnisliste F5J Wettbewerb FSV Erlangen vom 16.09.2018


Ergebnisliste F5J Wettbewerb Bad Brückenau vom 17.07.2018


Ergebnisliste F5J-HFS Wettbewerb Kulmbach vom 10.05.2018


Berichte 2019


Erste F5J Weltmeisterschaft im slowakischen Trnava vom 11.08.2019 bis 17.08.2019

In der Zeit vom 11. - 17.8.2019 fand im slowakischen Trnava die erste F5J Weltmeisterschaft statt. Dort waren 144 Piloten, 109 Senior- und 35 Juniorpiloten, aus 39 Nationen vertreten.

Die Weltmeisterschaft begann für die Teams am 11.08. mit dem Modell-Prozessing, bei welchem die Modelle auf die Vorschriften des Sporting Codes geprüft wurden. Zudem bekommt jedes Modell Aufkleber, damit keine Teile ausgetauscht werden können. Hierbei kann jeder Pilot maximal drei Modelle melden.

Am nächsten Morgen wurde es dann ernst für die Piloten. Bei schönem, ruhigen Wetter eröffnete die Jugend die Weltmeisterschaft. Danach ging es im Wechsel mit einer Runde Senioren und einer Runde Junioren weiter. Der zweite Tag war dann schon nicht mehr so einfach. Morgens begann es noch mit Thermikwetter. Zum Mittag frischte der Wind auf, womit unsere Piloten noch ganz gut zurecht kamen. Am Mittwoch war das Wetter von Anfang an sehr stürmisch mit Windgeschwindigkeiten bis zu 12 m/s. Dort hatte unser Senior-Pilot Sebastian Feigl aufgrund von technischen Problemen (das Modell hat die Sendersignale nicht mehr empfangen) einen Absturz. Aber für Sebastian war die Pechsträhne hiermit leider noch nicht zu Ende, beim nächsten Durchgang mußte er nun trotz sehr schweremWetters ein höheres Risiko eingehen. Diese Risikobereitschaft wurde leider nicht belohnt und er kassierte noch eine Null-Wertung. Somit wurde es nun für das Senioren Team schwer noch auf das Podest zu kommen. Bei den Jugendlichen ist der Tag verhältnismäßig gut gelaufen. Sie konnten sich noch immer im Team auf den vorderen Rängen halten. Der Donnerstag wurde wieder ruhiger. Unsere Jugendmannschaft konnte den Tag gut durchfliegen und holte somit, nach einem Kopf an Kopf Rennen mit der Ukraine und Tschechien, den 1. Jugendteam Weltmeister Titel in F5J. Michael Kress gewann die Vorrunde vor dem Italiener Alessandro Aramin und seinem Teammitglied Friedrich Tharandt. Für Anna Schütz war leider nur Platz 22 möglich. Die Senioren mussten am kommenden Tag noch eine Runde fliegen. Der Freitag begann etwas spät durch einen Regenschauer und technischen Problemen des Veranstalters. Nachdem der Regen vorbei war und die Sonne wieder schien, flogen auch die Senioren ihre 15te Runde. Am Ende der Vorrunden Erfolg sich Sebastian Manhardt den 11 Platz und Timo Drust den 14 Platz. Sebastian Feigl schaffte es noch auf Platz 38. Im Team verpassten sie leider das Podium mit Platz 4.

Am Freitag Nachmittag starteten dann die Junioren und Senioren in das FlyOff. Die erste Runde machte die Jugend bei noch ruhigem Wetter. Danach wurde es wieder stürmisch. Nach 4 Runden FlyOff standen die Weltmeister fest. Der Kroate Arijan Hucaljuk konnte sich bei den Senioren den Titel holen. Vizeweltmeisters wurde Sebastian Manhardt vom Deutschen Team. Timo Drust konnte sich im FlyOff Platz 13 sichern. Bei der Jugend Gewann der Ukrainer Ivan Dashko. Michael Kreß  schaffte es auf Platz 3. Friedrich Tharandt flog auf Platz 8.

Die Deutsche Nationalmannschaft hat es wieder bewiesen, dass sie vorne mitfliegen können. Dies macht schonmal Hoffnungen auf nächstes Jahr in Ungarn bei der Europameisterschaft. An dieser Stelle möchten wir dem Team noch einmal herzlich Gratulieren und schon jetzt die Daumen für nächstes Jahr drücken.

Text:Michael Kreß

Foto: Marianne Kreß

Den vollständigen Bericht gibt es hier als PDF zum Download.

 

 

Podest der Jugendteam Wertung bei der Weltmeisterschaft F5J 2019
Mitte: Team Germany, Links: Team Ukraine, Rechts: TeamTschechien
Podest der Senior Einzelwertung bei der Weltmeisterschaft F5J 2019
Mitte: Arijan Hucaljuk (CRO), Links: Sebastian Manhardt (GER),
Rechts: Roberto Bonafede (ITA)
Podest der Jugend Einzelwertung bei der Weltmeisterschaft F5J 2019
Mitte: Ivan Dashko (UKR), Links: Adam Koszalka (POL), Rechts: Michael Kreß (GER)

F5J in Bayern

Die Wettbewerbsklasse F5J, also das Thermiksegeln mit einem Elektrosegler, gehört zu den attraktivsten Modellflugklassen. Das zeigt sich unteranderem an den recht hohen Teilnehmerzahlen bei Wettbewerben, und das nicht nur in Bayern.

Die Wettbewerbssaison begann am 18. Mai mit der Deutschen Meisterschaft in Kulmbach. Bei strahlendem Sonnenschein, der nur am ersten Tag durch einen kleinen Regenschauer unterbrochen wurde, haben an zwei Tagen 76 Pilotinnen und Piloten, davon 13 Jugendliche, um den Titel des Deutschen Meisters gekämpft.
Nach 532 Starts in den sieben Vorrunden und 30 Starts in den FlyOffs wurde Timo Drust ganz knapp vor Benedikt Feigl und Jörg Syska Deutscher Meister. Dass das ganze wirklich knapp war erkennt man daran, dass Timo mit einem Score von 2996.7 Punkten aus dem FlyOff gerade mal 8.2 Punkte vor Benedikt lag. Bei den Jugendlichen gewann Cyrill Römer vor Friedrich Tharandt und Anna Schütz.
An den zwei Wertungstagen konnte man viele faszinierende Flügen sehen. Obwohl praktisch in allen Runden „voll geflogen“ wurde, war es nicht immer so einfach wie es auf dem Papier aussieht. Der eine oder andere musste kämpfen, um die 10 Minuten in der Luft zu verbringen.
Mein persönliches Highlight dieser DM war ein Flug von Sebastian Feigl. Mit einem Höllein-Holz-Modell und einer Starthöhe von nur 16m hat er in der 7. Runde einen 1000er erflogen!

Das nächste Highlight der noch jungen Wettbewerbssaison war das erste F5J International Open am 29. und 30. Juni in Burgau. Bei sonnigem Wetter konnte sich im FlyOff Dominik Prestele durchsetzen und gewann vor Josef Giegerich und Sebastian Feigl den (inoffiziellen) Titel des Schwäbischen Meisters. Bei den Jugendlichen gewann Julian Benz vor Josef Giegerich und Anna Schütz. Mit 56 Pilotinnen und Piloten war dieser Wettbewerb auch sehr gut besucht!
Obwohl wirklich sommerliche Temperaturen herrschten war es ein toller Wettbewerb. Die Bedingungen zum Fliegen waren sehr unterschiedlich, mal ging es überall hervorragend in der Thermik und dann gab es Runden in den viel gelaufen werden musste.
Trotz allem, die Spitzenpiloten haben teilweise mit verblüffend niedrigen Ausgangshöhen (die haben wohl alle schlechte Akkus) die 10 Minuten reihenweise „vollgemacht“. Es gab aber auch den einen oder anderen, der Opfer des teilweise recht heimtückischen Windes wurde, und eine Außenlandung hinnehmen musste.
Auch im FlyOff waren die Witterungsbedingungen alles andere als einfach. In den drei FlyOffs mussten die Piloten dann noch einmal zeigen was in ihnen steckt! Einige haben den Motor bei rund 20m ausgemacht und sind dann, in der Thermik kreisend, ab nach oben. Leider hat das nicht bei allen gleichermaßen gut geklappt. Im ersten Flyoff haben ein paar Piloten zu viel riskiert und mussten vor den 15 Minuten landen. Drei Piloten sind durchgeflogen und haben dann in den zwei nächsten Runden den Sieg unter sich ausgemacht. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht mega spannend war! Auch als „nur Zuschauer“ hat man mit den Piloten mitgefiebert.

Der erste Teilwettbewerb der Bavarian Open fand am 13. Juli in Oberleichtersbach statt. Trotz des für diesen Sommer eher untypischen Wetters, es war windig, kalt und regnerisch, waren 25 tapfere Pilotinnen und Piloten am Platz und haben den Witterungsbedingungen getrotzt. Den Wettbewerb hat Georg Körner dann verdient vor Friedrich Hiltner und Kurt Genkinger gewonnen.
Ganz im Gegensatz zu den vorherigen Wettbewerben war in Oberleichtersbach das Finden und Nutzen der Thermik alles andere als leicht. Es gab Runden in den „voll geflogen“ wurde und in der nachfolgenden Runde reichten dann schon 4:46 für den 1000er.
Dass es trotz des schlechten Wetters, zuhause wären die meisten wohl nicht zum Fliegen gegangen, ein wirklich toller Wettbewerb war, ist der Veranstalterin Gabi Rödel und ihrem Team zu verdanken! Dank ausreichend Kaffee gepaart mit sehr leckeren Kuchen und den Helfern bei der Zeitnahme, die immer wieder glaubhaft versicherten, dass der Schauer nur ganz kurz ist, war die Laune die ganze Zeit über hervorragend.

Der zweite Teilwettbewerb der Bavarian Open, der Spessartpokal, fand am 28. Juli in Karbach bei deutlich besserem Wetter statt. Am Tag zuvor fand auf demselben Platz ein F5J-HFS Wettbewerb statt, einige der Piloten dieses Einsteigerwettbewerbs haben das F5J Starterfeld ergänzt, so dass 33 Pilotinnen und Piloten, darunter drei Jugendliche, den Sonntag für 5 Runden und 2 FlyOffs genutzt haben. Im FlyOff hatte dann Bernhard Prade, vor Stefan Schwartz und Hans Joachim Bosch, die Nase vorne. Bei den Jugendlichen gewann Friedrich Tharandt vor Leo Bednarz und Anne Janzer.
Auf dem recht weitläufigen Platz der Karbacher konnte man, dank recht guter Wetterbedingungen, einen sehr spannenden Wettbewerb erleben. Während es am Vormittag bedeckt und etwas windig war, verzog sich die Bewölkung am Nachmittag und die thermischen Bedingungen wurden immer besser. In den beiden FlyOffs konnten die Piloten dann mit höherem Risiko fliegen und man sah deutlich geringere F5J-Höhen. Im ersten FlyOff blieben alle Piloten beim Start unter der 100m Marke, Hans Joachim Bosch hatte sogar nur 38m. In der zweiten FlyOff-Runde taktierten die Piloten etwas vorsichtiger, die F5J-Höhen lagen bei rund 100m. Nur Hans Joachim Bosch ging den Flug mit etwas mehr Risiko an, mit einer F5J-Höhe von 55m und einer Flugzeit von 14:58 holte er sich hier den 1000er.

Wer jetzt Lust auf einen sportlichen Vergleich im Thermiksegelflug bekommen hat, die nächsten beiden F5J Wettbewerbe der Bavarian Open finden am 15. September in Erlangen und am 6. Oktober in Coburg statt. Jeder der einen passenden Elektrosegler, und sei es „nur ein EasyGlider“ mit F5J Logger, hat kann sich dazu auf der Seite www.am-contest.eu anmelden und dann mitfliegen. Es macht auf alle Fälle Spaß, man lernt ne Menge dazu und kann viele Kontakte knüpfen.
 
Achja, bei all den Berichten über die faszinierenden Flüge und den Leistungen der Pilotinnen und Piloten darf man aber eines nie vergessen! Alle Wettbewerbe können nur stattfinden, weil es ausrichtende Vereine und viele Helferinnen und Helfer gibt. Erst diese helfenden Hände, die den Auf- und Abbau, die Zeitmessung sowie die Verpflegung mit Essen und Getränken sicherstellen, machen Wettbewerbe möglich!

Von daher: Vielen herzlichen Dank an die Vereine und all die ungenannten Helferinnen und Helfer, ohne die es die Wettbewerbe wohl nicht geben würde!

 Denn kompletten Bericht als PDF Download hier:

 

 

Siegerehrung bei der DM in Kulmbach
Deutscher Meister F5J Timo Durst
Waldbeerkuchen

F5J Deutsche Meisterschaft in Kulmbach am 18./19.05.2019

Liebe Kollegen,

ich wollte mich bei der Modellflugvereinigung Kulmbach für die Ausrichtung der deutschen Meisterschaften F5J bedanken! Besonders bei Helmut Bauer, Manuela und Knut Bündgen, dem Catering Team und allen Helfern!
Es war, wie immer, vom Ablauf her perfekt organisiert und von der Stimmung her kameradschaftlich entspannt.

Wir hatten bestes Flugwetter, das fliegerische Niveau ist inzwischen sehr hoch und einige Flüge waren an Dramatik nicht zu überbieten.

Wer einmal gesehen hat, wie man mit einem Höllein Introduction aus 16 Metern Ausschalthöhe einen 1000 Punkte Gruppensieg fliegt oder zwei Störche beobachten kann, die mit einem Seglerpulk im Bart kurbeln, der kann sich der Faszination dieser Klasse nicht mehr entziehen. Das ist thermisches Modellfliegen in seiner schönsten Ausprägung.

Gewonnen hat bei den Senioren:

Deutscher Meister: Timo Drust
Vizemeister: Benedikt Feigl
Dritter Platz: Jörg Syska

Bei den Junioren:

Deutscher Meister: Cyrill Römer
Vizemeister: Friedrich Tharandt
Dritter Platz: Anna Schütz

Herzlicher Glückwunsch!

 

Peter Deivel


Berichte 2018


Wettbewerb der Klasse F5J in Coburg

Am 30.09. 2018 fand der sechste und letzte F5J Teil-Wettbewerb der Bavarian Open in der Klasse F5J in Coburg statt. Der Veranstalter der Aero Club Coburg war wie immer gut organisiert. Nicht nur dass sie sehr gutes Wetter bestellt hatten, es wurde auch vom Verein ein toll eingespieltes Team gestellt. Insgesamt war die Betreuung durch den Verein sehr gut, es gab neben sehr guten Würstchen vom Grill, auch genügend Kuchen und ausreichend Getränke. Dafür nochmal ein besonderer Dank an die Helferinnen und Helfer des Vereins. Insgesamt waren die Wetterbedingungen am Sonntag sehr gut, es war fast windstill bei Temperaturen von über 17°C. Am Vormittag mussten die ersten Gruppen schon Höhen von über 120 m nutzen, damit sie ihre Zeit voll bekamen. Gegen Mittag wurden die thermischen Bedingungen schon deutlich besser was sich bei den Ausschalthöhen von unter 80 Meter wiederspiegelte.

Insgesamt haben an diesem Wettbewerb 40 Modellfliegerinnen und Modellflieger teilgenommen, davon 5 Jugendliche. Es sind 5 Vorrunden und zwei Flyoff geflogen worden.

Gewonnen hat Dominik Prestele vor Thomas Schütz und Vitaliy Ryumshyn.

Mit diesem Wettbewerb endet auch die Wettbewerbssaison 2018  Bavarian Open der Klasse F5J in Bayern. Die Ergebnisse dieser Wettbewerbe und die Gesamtwertung kann man auf folgender Seite einsehen:

www.christian-karbacher.de/wettbewerbe.htm

Text: Rolf Kislat

Bilder: Gabriele Kislat

Den kompletten Bericht gibt es hier als PDF zum Download.


3. Teilwettbewerb der Klasse F5J-HFS in Gera

Am 28.08.2018 fand beim MFC Gera der dritte und letzte F5J Teilwettbewerb in der Klasse F5J-HFS statt. Der Wettbewerb fand bei schönen Wetter und einer frische kühlen Brise statt. Das thermische Wetter war eine echte Herausforderung. Es war oftmals sehr schwierig die 10 Minuten zusammen zu bekommen, auch der Wind stellte manchmal bei der Landung ein Problem dar. Das hochmotivierte Team des Vereins begann den Wettbewerb mit leichter zeitlicher Verzögerung. Dies wurde durch den schnellen und reibungslosen Ablauf wieder ausgeglichen. Insbesondere sollte man dem Team der Wettbewerbsauswertung ein besonders großes Lob aussprechen. So schnell wie sie die Ergebnisse zur Verfügung gestellt hatten, haben wir bis jetzt bei noch keinen Wettbewerb erlebt. Nach dem letzten Flug des fünften Durchganges wurden schon nach 5 Minuten die Teilnehmer des Flyoff benannt gegeben. Somit war der Wettbewerb gegen 16:00 Uhr zu Ende.
Insgesamt haben an diesem Wettbewerb 22 Modellflieger teilgenommen, wobei auch Teilnehmer aus Österreich und Lübeck anwesend waren. Bei den Erwachsenen belegte nach Auswertung der fünf Runden, nach einem Streicher, Michael Schmidkunz den 1. Platz, Heinrich Spiegelhauer den 2. Platz und Helmut Bauer den 3 Platz. Der beste Jugendliche war Lars Schmidkunz, der gerade 6 Jahre alt ist, in der Gesamtwertung belegte er einen sehr guten 12. Platz. Beim Flyoff war der Sieger Michael Schmidkunz , Heinrich Spiegelhauer war der 2. Platzierte und Helmut Bauer kam auf dem 3. Platz.
Leider wird es in dieser Form die Wettbewerbsklasse im nächsten Jahr nicht mehr geben. Man arbeitet schon sehr intensive an einen neuen Programm für Einsteiger.

Text: Rolf Kislat
Bilder: Gabriele Kislat

Den vollständigen Bericht finden Sie hier als Download in PDF-Form.

 

World-Cup F5J in Kulmbach

Vom Samstag, 30.6., bis Sonntag, 1.7., fand bei der Modellflugvereinigung Kulmbach der zweite deutsche World Cup Wettbewerb dieses Jahres in der Klasse F5J statt. 52 Piloten nahmen insgesamt teil, davon 6 Jugendliche.
Der Wettbewerb wurde als gemeinsamer Wettbewerb von DAeC und DMFV veranstaltet. Inzwischen eine gewohnte und bewährte Zusammenarbeit für alle deutschen F5J Wettbewerbe.
Am Freitagnachmittag war das Gelände schon von zahlreichen Wohnmobilen, Autos und Zelten belegt und der Himmel voll mit den wunderschönen Elektroseglern zwischen 3 und 4 Metern Spannweite, die für diese Klasse typisch sind.
Nachdem eine kurzfristige Regeländerung der Ciam im Vorfeld für Unsicherheiten bei der Auslosung der Vorrunden-Gruppen gesorgt hat, war dies beim Briefing am Samstagmorgen kein großes Thema mehr. Wettbewerbsleiter Helmut Bauer wies auf die Genehmigungsauflagen des Luftamtes hin, das ein absolutes Flugverbot über dem Zuschauerbereich und dem Pilotenlager verfügt hat. Das ist eine große Herausforderung für die Wettbewerbsleitung: Eine Flugverbotszone permanent zu überwachen, bedeutet einen großen Aufwand, der nur sehr schwer zu leisten ist. So kam es im Verlauf des Wettbewerbes auch zu Situationen, daß der eine Pilot, völlig zu Recht, für das Überfliegen der Sicherheitszone Strafpunkte bekam, der andere aber damit unbemerkt durchkommen konnte.
Der Wetterbericht verhieß einen heißen, trockenen Wettbewerb bei starkem Wind. Sieben Vorrunden waren ausgelost und pünktlich ging es los.
Thermik war zwar von Beginn an in der abwechslungsreichen Landschaft immer zu finden, die Windverhältnisse machten den Piloten aber sehr zu schaffen. Trotz Ballastzugabe war es oft nicht möglich, gegen den starken böigen Wind aus dem Rückraum das Flugfeld wieder zu erreichen. So konnte man den ganzen Tag über in der weiteren Umgebung Piloten und Helfer sehen, die Flugzeuge suchten oder zum Flugfeld zurück trugen.
Durch das Ausweisen einer „Ready Box“ in der die Flugzeuge der nächsten Gruppe schon bereitgelegt werden konnten und trotz Mittagspause war der Wettbewerbsfortgang sehr flüssig und am frühen Samstagabend waren von den sieben ausgelosten Runden schon sechs geflogen.
Die Wettbewerbsleitung loste dann kurzerhand noch 2 weitere Runden aus, so daß jeder Pilot an diesem Wochenende neun Vorrunden fliegen konnte, was bei den Piloten auf breite Zustimmung gestoßen ist! Wenn man von weit her anreist, dann möchte man natürlich auch so oft wie möglich fliegen.
Nach Vorrunde 9 am Sonntagmittag standen die Teilnehmer des Fly-Offs fest und nach zwei dramatischen Durchgängen mit niedrigen Ausschalthöhen und einigen Außenlandungen gewann schließlich Michael Kreß die Gesamt- und die Jugendwertung!

1. Platz:                               Michael Kreß
2. Platz:                               Timo Drust
3. Platz:                               Andre Ziegler

bei den Junioren gewannen:

1. Platz:                               Michael Kreß
2. Platz:                               Friedrich Tharandt
3. Platz:                               Anna Schütz

Die Siegerehrung wurde von der stellvertretenden Landrätin und dem Wettbewerbsleiter schön feierlich durchgeführt. Uli Braune vom LVB hielt ein kurzes Grußwort, genau wie DMFV Gebietsbeauftragter Gunnar Hollmann. Der F5J Sportreferent vom DMFV, Knut Bündgen, sagte ein paar Worte zur erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Verbände und der DAeC Fachreferent F5J, Peter Deivel, verlieh Timo Drust die Silbermedaille der FAI für den zweiten Platz in der World-Cup Jahreswertung 2017.
Alles in allem eine großartige Veranstaltung: Vorbildliche Organisation, tolles Fluggelände, leckerer Kaffee und Kuchen, Schmackhaftes vom Grill und wie immer viel Gelegenheit für fachlichen Austausch und kameradschaftlichen
Wettbewerb.


3. Teil-Wettbewerb der Bavarian Open der Klasse F5J in Karbach

Am 24.06. 2018 fand der dritte Teil-Wettbewerb der Bavarian Open in der Klasse F5J in Karbach statt. Das schöne Modellfluggelände des Vereins war durch die Helfer des Vereins bestens vorbereitet. Einige Piloten reisten schon am Samstag an und haben die Möglichkeit des Campings auf dem Platz genutzt.

Der DJK Karbach hatte gutes Wetter bestellt, zudem wurde vom Verein auch ein toll eingespieltes Team gestellt. Insgesamt war die Betreuung durch den Verein sehr gut, es gab neben den leckeren Grillsachen auch genügend Kuchen und ausreichend Getränke. Dafür nochmal ein besonderer Dank an die Damen des Vereins und deren Helfer

Insgesamt haben an diesem Wettbewerb 30 Modellfliegerinnen und Modellflieger teilgenommen. Es sind 5 Vorrunden und zwei Flyoff geflogen worden. Das Wetter war schön sonnig und angenehm warm, bei einem angenehmen Wind. Insgesamt waren die Bedingungen sehr gut.

Bei den Erwachsenen belegte nach dem Finale Christan Karbacher den 1. Platz, Stefan Eder den 2. Platz und Tobias Misterek den 3. Platz.

Die Ergebnisse von diesen Wettbewerb gibt es unter:
www.christian-karbacher.de/wettbewerbe.htm

Text: Rolf Kislat

Bilder: Gabriele Kislat

 

2. Teilwettbewerb der Klasse F5J-HFS in Karbach

Am 23.06.2018 hatte die DJK Karbach / Modellflug zum zweite F5J Teilwettbewerb in der Klasse F5J-HFS eingeladen. Das hervorragende Modellfluggelände des Vereins ließ keine Wünsche offen. Die Helfer des Vereins hatten für alle Belange ein offenes Ohr. Allen voran Spartenleiter des DJK und DAeC-Fachreferent Peter Deivel steuerte alle Abläufe mit sehr viel Feingefühl und Fachkenntnis.  Der Vormittag war Vorträge durch erfahrenden Wettbewerbs-piloten gewidmet. Jeder konnte seine Fragen zu dem Thema F5J loswerden. Bei schönem Wetter, wenn auch aber mit Wind, startete der Wettbewerb gegen 14:00 Uhr. Es gab eine kurze Unterbrechung im Wettbewerbsablauf für Kaffee und Kuchen, damit sich die Teilnehmer für den weiteren Verlauf stärken konnten. Insgesamt war die Betreuung durch den Verein sehr gut, dafür nochmal ein besonderer Dank an die Damen des Vereines und deren Helfer.

Insgesamt haben an diesem Wettbewerb 12 Modellflieger teilgenommen, größtenteils alte Hasen, die den Wettbewerb gerne als Training mitmachten. Es sind 6 Vorrunden geflogen worden, Bei den Erwachsenen belegte nach Auswertung der sechs Vorrunden mit einen Streicher der Platzmatador Peter Deivel den 1. Platz, Ralf Wiessner, die gute Seele des Vereins, den 2. Platz und Helmut Bauer den 3 Platz.

 

Text: Rolf Kislat

Bilder: Gabriele Kislat

 

1. Teilwettbewerb der Klasse F5J-HFS in Kulmbach

Am 10.05.2018 fand der erste F5J Teilwettbewerb in der Klasse F5J-HFS in Kulmbach statt. Der Veranstalter Helmut Bauer von der Modellflugvereinigung Kulmbach e.V., war in der Lage diesen Wettbewerb mit einem sehr magerem Veranstalterteam von 2 Personen durchzuführen, darum war man auf die Mithilfe der Teilnehmer angewiesen. Bei zunächst traumhaftem Wetter startete der Wettbewerb. Leider erwischte uns zur Mittagszeit die erste Regenfront. Dieses wurde neben einer Mittagspause, auch anderweitig sehr kreativ genutzt. Für die Verpflegung und Durchführung des Wettbewerbs, geht ein besonderer Dank an die Dame des Vereines und den Helfer.
Insgesamt haben an diesem Wettbewerb 11 Modellflieger teilgenommen, davon 1 Jugendlicher. Es sind 5 Vorrunden geflogen worden, wobei die letzte Gruppe ihre Vorrunde aufgrund starken böigen Wind und Regen ausgefallen ist. Leider zeigte sich keine Verbesserung der Wetterlage, darum wurde der Wettbewerb beendet. Somit sind nur die ersten 4 Runden in das Ergebnis eingeflossen.
Bei den Erwachsenen belegte nach Auswertung der ersten vier runden Michael Schmidkunz den 1. Platz, Rolf Kislat den 2. Platz und Heinrich Spiegelhauer den 3 Platz. Der beste Jugendliche war Lars Schmidkunz, der gerade 6 Jahre alt war, der in der Gesamtwertung einen sehr guten 4. Platz erreichte.

Den Bericht gibt es hier auch noch einmal als PDF zum Download.


Ergebnisse 2017


Ergebnisliste F5J Wettbewerb Aero Club Coburg vom 01.10.2017


Ergebnisliste F5J Wettbewerb FSV-Erlangen-Nürnberg vom 17.09.2017


Ergebnisliste F5J Wettbewerb MV Kulmbach vom 25.06.2017


Ergebnisliste F5J Wettbewerb MBC Fürth vom 15.06.2017


Berichte 2017


F5J BO in Coburg am 01.10.2017

Am Sonntag den 01.10.2017 trafen sich 36 Piloten an unserem Modellflugplatz in Meeder zum vorletzten Wettbewerb in der Klasse F5J Bavarian Open. Beginn des Wettbewerbs war kurz vor 9 Uhr, wobei die Piloten in verschiedenen Durchgängen mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatten. Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs wurde das Wetter zunehmend besser und so konnten am Ende fünf Vorrunden und zwei Runden Fly-Off geflogen werden.

Bei den Erwachsenen belegte nach einem spannenden Finale Hans-Joachim Bosch den 1. Platz, Michael Kreß den 2. Platz und Bernhard Klar den 3 Platz. Bei den Jugendlichen belegte Friedrich Tharandt den 1. Platz, Michael Kreß den 2. Platz und Johannes Stöhr den 3. Platz.

Text: Fabian Weber

Bilder: Volker Manzer

Den vollständigen Bericht gibt es hier als Download.

Sieger F5J Senioren
Sieger F5J Jugend

Deutsche Meisterschaft F5J 2017

Am 15./16.7.2017 hatte die DJK Karbach / Modellflug zum Wettbewerb F5J eingeladen, um den Deutschen Meister zu finden. Das hervorragende Modellfluggelände des Vereins mit ausgiebiger Campingmöglichkeit ließ keine Wünsche offen. Die Helfer des Vereins hatten für alle Belange ein offenes Ohr. Allen voran Spartenleiter des DJK und DAeC-Fachreferent Peter Deivel steuerte alle Abläufe mit sehr viel Feingefühl und Fachkenntnis.

Die Anreise vieler Piloten erfolgte schon am Freitag. Viele kamen mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil. Es entstand eine kleine Stadt, die viele Gruppen zu Gesprächen am Abend zusammenbrachte.

Die Begutachtung des Geländes mit seinen vielen Hecken und Baumgruppen, sowie der recht große Geländeabfall nach SW gab am Vorabend schon vielen Gründe sich taktische Flugabläufe zurechtzulegen. Während der 2 Flugtage waren oft auch Hangflugeinlagen dabei.

 

Der Wettbewerb wurde pünktlich am Samstagmorgen mit einem Briefing begonnen. Als Änderung im Ablauf wurde der Wegfall des Zugangskorridors und Vorbereitung der nächsten Startergruppe in der Ready-Box festgelegt. Im Nachhinein von allen dankbar als praktikable Lösung beurteilt, insbesondere, weil sich dadurch wenige Personen auf dem Flugfeld aufhielten und Strafpunkte wegen niedriger Überflüge unnötig wurden. Die stichprobenartigen Kontrollen der Modelle auf Einhaltung aller Regeln wurde anfangs skeptisch gesehen, dann aber als sinnvoll und kaum störend akzeptiert. Es waren 69 Piloten angetreten, davon 5 Jugendliche, die in den 2 Tagen 7 komplette Durchgänge und 3 Runden Flyoff fliegen konnten. Meist volle Zeiten verlangten von den Piloten gute Landungen um entsprechend Punkte zu sammeln. Entscheidend waren dann auch die Ausschalthöhen des Motors, die teilweise bei unter 20 Metern lagen.

Das Flyoff wurde mit 10 Piloten in 3 Runden geflogen und daraus die Gewinner der Deutschen Meisterschaft ermittelt.

Hierbei war der letzte Flug des späteren Gewinners, Thomas Rößner, besonders auffallend. Mit 14 Metern Ausschalthöhe des Motors flog er zusammen mit 3

Piloten über das Plateau Richtung Tal im SW. Alle verloren deutlich an Höhe. Eigentlich schon unter Starthöhe gelang es Thomas Rößner nach mehr als 1 Minute als einziger eine kräftige Thermik zu finden und in gute Höhe zu steigen, was ihm letztlich auch den Sieg brachte.

Der zügige Ablauf, dank der gut vorbereiteten Helfer und der Disziplin der teilnehmenden Piloten, ermöglichte eine frühe Siegerehrung gegen 15 Uhr.

Sieger Senioren:
1.    Platz:    Thomas Rösner
2.    Platz:    Claus Scholz
3.    Platz:    Bernhard Klar
Sieger Jugend:
1.    Platz:    Jan-Niclas Weiss
2.    Platz:    Friedrich Tharandt
3.    PLatz:    Anna Schütz

Der Bürgermeister Bertram Werrlein und der Vorsitzende der DJK Karbach Constatin Frings waren offensichtlich angenehm überrascht von dem Umfang und dem ruhigen Ablauf des WB und drückten dies auch deutlich bei der Siegerehrung und Verabschiedung aus.

Text: Helmut Bauer

Bilder: Gabi Kislat und Wolfgang Keil

Den vollständigen Bericht finden Sie hier als PDF zum Download.


F5J Einsteiger und Experten in Kulmbach am 25.6.17

Samstag ab 14 Uhr wurde ein abgewandeltes Programm für Einsteiger in die Klasse F5J (Elektrosegelflug) angeboten. Ein kräftiger Wind forderte bei den 23 Piloten manche Außenlandung.
Es wurde eine Rahmenzeit vorgegeben, die das Starterfeld (je 8 Piloten) in aller Ruhe in die Luft gehen ließ. Ein Massenstart und –landung konnte somit entschärft werden.
Die Ausschalthöhe des Motors wurde auf 120 Meter festgelegt, was für alle Piloten bis zu dieser Ausschalthöhe ins gleiche Wertungsfenster brachte.
Die Landerichtung wurde freigegeben, damit bei Landungen immer gegen den Wind gelandet werden konnte.
Es nahmen 20 Piloten am WB teil, größtenteils alte Hasen, die den WB gerne als Training mitmachten, aber auch einige neue Piloten nahmen das Angebot gerne an.

Es konnte sich Klaus Bungeroth, Peter Deivel und Georg Körner die ersten Plätze sichern. Auch 2 Jugendliche waren dabei, Friedrich Tharandt und Johannes Stöhr bekamen je einen Pokal.
Vielen Dank für die Bilder an: www.modellflugfoto.de/Galerie.htm

Am Sonntag war das Wetter den Teilnehmenden wohl gesonnen, der Wind vom Samstag hatte sich gelegt, ideale Bedingungen und trocken. 33 Piloten gingen an den Start.
Der Wind war wieder SW bei 3-4 m/s, was dennoch sehr anspruchsvoll war um von der kleinen Anhöhe im Rückraum wieder zum Landepunkt zurückzukommen.

Das Wettbewerbsgelände war sehr einfach aufgebaut. Es waren nur die 8 Landepunkte mit den Meßleinen ausgelegt, die gleichzeitig auch als Startstelle dienten. Der Gruppenwechsel (Vorbereitung in der Readybox) verlief entspannt und gemütlich, eine Zeit von Landung der Vorgruppe bis Start der neuen Gruppe lag bei durchschnittlich 3 Minuten.

Der organisatorische Rahmen ließ 5 Vorrunden und 2 Flyoff zu. Trotzdem konnte bereits um 16 Uhr die Siegehrung durch den geladenen Landrat Klaus-Peter Söllner persönlich vorgenommen werden.
Sieger wurde Bernhard Klar vor Karl Hinsch und Klaus Bungeroth. In der Jugend bekamen Friedrich Tharandt und Johannes Stöhr je einen Pokal.

Zusammenfassend war in Kulmbach mal wieder für alle ein Angebot vorhanden. Die wechselnden Winde stellten hohe Ansprüche an die Piloten.

Auch für 2018 wird wohl wieder ein internationales Teilnehmerfeld nach Kulmbach finden und in der aufstrebenden Klasse F5J beste Voraussetzungen vorfinden.
Das Team Kulmbach ist gut vorbereitet!

Den vollständigen Bericht gibt es hier als PDF zum Download.


Die World-Cup Runde 2017 F5J

Nichts für Langschläfer!
F5J World Cup in Kulmbach am 13. und 14. Mai

Samstagmorgen, 7:45 Uhr Piloten Briefing, 8:00 Uhr Start der ersten Wertungsflüge. So stand es auf der Ausschreibung für den ersten deutschen F5J World Cup in diesem Jahr in Kulmbach.

Die Bemühungen von Wettbewerbsleiter Helmut Bauer, diesen sehr ambitionierten Wettbewerbsbeginn einzuhalten, waren zwar nur teilweise von Erfolg gekrönt, aber nach einer ausführlichen Pilotenbesprechung, vor allem zu den von der Aufsichtsbehörde gemachten Auflagen zur Mindesthöhe über den Sicherheitsbereichen, begann der Wettbewerb mit 56 Teilnehmern dann doch halbwegs pünktlich gegen 08:20 Uhr.

World Cups sind Wettbewerbe die, wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllen, bei der FAI angemeldet werden können und die dann zur weltweiten Jahresrunde dieser Klasse gewertet werden. Teilnehmen kann jeder Pilot mit einer gültigen FAI-Lizenz.
Die F5J Wettbewerbe in Deutschland haben im Moment allgemein einen großen Zulauf. In diesem Jahr gibt es in Deutschland vier F5J World Cups und die deutsche Meisterschaft als 2-tägige Veranstaltungen. Diese zählen als Qualifikationswettbewerbe für die Nationalmannschaft und schon kurz nach Öffnung der Anmeldung waren die Meldelisten voll.
Diese 5 Wettbewerbe werden jeweils als gemeinsame Wettbewerbe von DMFV und DAeC veranstaltet. Das ist eine gute Entwicklung im Sinne der Piloten und die Zusammenarbeit in sportlicher Hinsicht verläuft vertrauensvoll und reibungslos.

Über die 2-tägigen Veranstaltungen hinaus gibt es eine Vielzahl von eintägigen Wettbewerben und regionalen Serien, die sich auch sehr gut für Wettbewerbseinsteiger, Jugendliche oder Piloten mit kleinerem Modellbaubudget eignen.
Informationen und Termine finden sich auf den F5J Webseiten von DAeC (http://www.modellflug-im-daec.de/leistungssport/elektrosegelflug/f5j) und DMFV (https://www.dmfv.aero/category/termine/sportreferate/f5j/) .
Dort sind jeweils auch Bildergalerien und Videos zu den Wettbewerben verlinkt.

Während viele Segler-Wettbewerbsklassen mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen haben, ist erfreulicherweise bei F5J die gegenteilige Entwicklung zu beobachten. Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen:

·         Das Training ist ohne großen Aufwand möglich.
Für F5J braucht man keine Mannschaft und nicht viel Platz. Man kann in aller Ruhe und ganz alleine auf einer kleinen Wiese jederzeit trainieren.

·         Kein großes Budget nötig.
Für den Einstieg reicht ein beliebiger Elektrosegler den fast jeder Modellbauer in seinem Hangar hat. Der fürs F5J-Fliegen nötige Höhenlogger ist nicht teuer. Bei den kleineren Wettbewerben kann man durchaus mit Elapor-Seglern um einen Platz im ersten Drittel kämpfen. Mit den inzwischen verfügbaren Holzbaukästen für F5J Segler kann man die Freuden das klassischen Holzbaus mit ausgezeichneten Flugleistungen kombinieren.
Ambitionierte Piloten fliegen extrem leichte Segler mit 3 bis 4 Metern Spannweite in Schalenbauweise.

·         Große Differenzierung in den Wertungspunkten.
Während manch andere Seglerklassen nur noch reine Landewettbewerbe sind, steht bei F5J das Thermikfliegen im Vordergrund. Jeder Pilot entscheidet selbst, in welcher Ausgangshöhe er seinen 10 Minütigen Flug beginnt. Die Gesamtbewertung eines Fluges ergibt sich aus der Ausgangshöhe, der Flugzeit und den Landepunkten. Bei F5J ist es gelungen, dieses drei Komponenten sehr gerecht auszubalancieren. Der Pilot kann eine Vielzahl von taktischen Entscheidungen treffen. Das Ergebnis ist immer fair und spiegelt die Leistung des Piloten wieder. Durch das gruppenbezogene Fliegen sind die Wettbewerbe auch für die Zuschauer gut nachzuvollziehen und spannend mit anzusehen.

·         Wettbewerbe sind auch auf kleinen Plätzen möglich
Durch den Verzicht auf Winde und Hochstartgummi ist die Austragung eines Wettbewerbes auch auf kleinen Fluggeländen möglich.

·         Entspannte Stimmung in der F5J Gemeinde
Während bei den Flügen verbissen um jede Sekunde Flugzeit und jeden Landepunkt gekämpft wird, ist die Stimmung unter den Piloten abseits des Flugfeldes entspannt und freundschaftlich. Hilfsbereitschaft untereinander ist selbstverständlich. Wer als Neuling oder alleine zu einem Wettbewerb kommt, findet immer einen erfahrenen Piloten, der sich als Helfer zur Verfügung stellt.
Unsere jugendlichen Piloten erfahren große Wertschätzung und Unterstützung. Sie können in vielen Fällen problemlos mit den Senioren mithalten. Bei manchen Wettbewerben gibt es eigene Junioren Fly-Offs


All dies trägt zum Erfolg dieser schönen Wettbewerbsklasse bei.

Aber jetzt zurück zu unserem Wettbewerb in Kulmbach:

Das Wetter war den Vormittag über eine Kombination aus Sonne und Wolken mit wenig Grundwind. Genau das Wetter, das sich Thermiksegler-Piloten wünschen. Da sich anfangs noch keine stabile Thermikentwicklung erkennen ließ, wurden von den Piloten meist mittlere Ausgangshöhen zwischen 100 und 200 Metern gewählt. Der eine oder andere flog allerdings auch in dieser frühen Phase des Wettbewerbes die volle Zeit aus Höhen von weniger als 80 Metern.
Das Gelände in Kulmbach ist abwechslungsreich und groß, steigt aber Richtung Nordosten zu einer kleinen Hügelkette hin an. Dies ließ beim vorherrschenden Wind zwar die Aussicht auf kleine Ablösungen am Hang vermuten, allerdings musste dann beim Rückflug zum Platz gegen den Wind noch genug Sicherheitshöhe über einer querenden Hochspannungsleitung eingeplant werden.
Durch die Sicherheitsauflagen des Luftamtes für den Zuschauerbereich und den Zufahrtsweg und ein zu meidendes Kiebitzbrutgebiet in der Nähe des Landefeldes, war die Planung des Flugweges äußerst anspruchsvoll. Die Wettbewerbsleitung hatte anfangs alle Hände voll zu tun, die Piloten zur Einhaltung aller Auflagen zu ermahnen.
Im Laufe des Tages wurde die thermische Situation verlässlicher und die Piloten wählten immer niedrigere Anfangshöhen. Aus unter 40 Metern Abschalthöhe wurden volle 10 Minuten geflogen. Zwischendurch ergaben sich Phasen großräumigen Sinkens und nicht in jeder Gruppe konnte die volle Rahmenzeit ausgeschöpft werden. Auch gelegentliche Außenlandungen waren zu verzeichnen.
Die Piloten waren aufmerksam und diszipliniert und standen jeweils immer zu Beginn ihrer Rahmenzeit bereit. So konnte zügig Runde um Runde geflogen werden. Im Laufe des Vormittags kam es bei einem Teilnehmer zu Problemen mit der Zeitmessung, so daß die ganze Gruppe einen Reflight fliegen musste. Da sich am Horizont schon eine kleine Gewitterzelle abzeichnete, wurde auf die Mittagspause verzichtet, so daß beim Eintreffen des Regen- und Hagelschauers um 14 Uhr, schon 4 komplette Vorrunden geflogen waren. Die 2 Stunden schlechten Wetters wurden gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Gemeinschaftszelt "abgefeiert". danach klarte es wieder auf und es konnten bis zum Abend noch einmal 2 komplette Vorrunden geflogen werden. Hierbei kam es zur einzigen Berührung zweier Flugzeuge in der Luft. Eine weitere ReFlight Gruppe war die Folge und beschloss den ersten Tag des Wettbewerbes. Nachdem wir schon so gut voran gekommen waren, ließ uns die Wettbewerbsleitung am Sonntag etwas länger schlafen und verlegte den Beginn auf von 8:00 Uhr auf 9:00 Uhr. Bei Gyros und Lagerfeuer klang der Abend gemütlich aus.

Pünktlich um 9:00 Uhr am Sonntag ging es weiter und es wurden bis 12 Uhr noch zwei weitere komplette Vorrunden geflogen. Die Wetterverhältnisse waren ähnlich wie am Vortag. Die guten Piloten flogen die volle Zeit aus Höhen von 80 bis 100 Metern. Vereinzelt sogar nur 60 Meter.

Um 12 Uhr standen die 10 Teilnehmer des Fly Offs fest und um 12:30 Uhr  begann der erste der von zwei Durchgängen.
Hier wurde nun richtig hoch gepokert. Die volle Zeit wurde bei beiden Durchgängen aus 30 Metern Ausgangshöhe geflogen. Sehr optimistische Ausschalthöhen von 19 oder sogar nur 8 Metern führten nicht zum Erfolg.
Gewonnen hat bei den Senioren Sebastian Feigl, den zweiten Platz belegte Andre Ziegler und der dritte Platz ging an Hermann Haas.
Bei den Junioren gewann Jan-Niclas Weiss vor Michael Kreß und Friedrich Tharandt.

Die Siegerehrung wurde für den Luftsportverband Bayern von Helmut Bauer und für den DMFV vom Gebietsbeauftragten Gunar Hollmann vorgenommen.

Die Firmen Hoellein, Schambeck und Graupner spendeten Sachpreise und Gutscheine für die Helfer und Zeitnehmer. Die Firma Servorahmen stellte ihre innovative Rahmenzeitanzeige mit Ansage zur Verfügung, die maßgeblich zum flüssigen Wettbewerbsablauf beigetragen hat.
Der Dank der Piloten gilt den Helfern, den Zeitnehmern, der Wettbewerbsleitung, dem ausrichtenden Verein, der uns wieder hervorragend bewirtet und gastfreundlich aufgenommen hat und allen Firmen, die diese gelungene Veranstaltung unterstützt haben.

Die nächsten F5J World Cups warten schon: Brüggen/Schwalmtal am 10. und 11.6 , Osnabrück Mitte Juni und Weilheim im September.


Text von Peter Deivel
Fotos von Gabriele Kislat

 

Hier findet Ihr den Bericht als PDF mit den Bildern.